| Gold für Bär Goliath |
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Operation geglückt: Tierarzt Ralf Schweda setzte mit seinem und einem Betreuerteam des Alternativen Bärenparks Worbis dem unter fortgeschrittener Arthrose leidenden Bären Goliath erfolgreich Goldimplantate ein. Im Jahr 1997 fand der inzwischen ca. 15-jährige Europäische Braunbär Goliath Aufnahme in Deutschlands erster Auffangstation für in Not geratene Bären, im Alternativen Bärenpark Worbis. Er wurde zuvor – gemeinsam mit einer Bärin – an einer Bundesstraße im Harz aufgefunden. Beide Tiere waren ausgesetzt worden. Vermutlich von einem Zirkus. Viele Bären leiden nach jahrelanger Haltung in Gefangenschaft – vornehmlich auf Beton, Blech- oder Steinböden - und aufgrund falscher Ernährung an Arthrose. Im Fall von dem ansonsten noch rüstigen, lebensfreudigen Goliath bliebe als Alternative nur noch die Euthanasierung. So musste bereits im Jahr 2002 ein ehemaliger Zirkusbär wegen starker Arthrose im Bärenpark Worbis eingeschläfert werden. Doch inzwischen sind die Erfahrungen und Erfolge auf dem Gebiet der Goldimplantation nicht mehr von der Hand zu weisen. Gold wird zur Therapie arthrotischer bzw. rheumatischer Erkrankungen bei Mensch und Tier eingesetzt. Die Therapie mit Gold bei Menschen ist schon viele tausend Jahre alt. Mitte der 1980-er Jahre behandelte ein Amerikaner erfolgreich Pferde und Hunde mit dieser Methode. Seit 1993 arbeitet Tierarzt Rolf Schweda mit Goldimplantaten und hat inzwischen 5000 Hunde, außerdem Pferde, Katzen und sogar ein Kamel behandelt. Die Effektivität dieser Behandlungsform basiert auf Eigenschaften des Medikaments Gold; der Effekt beruht auf einem chemisch/ molekularen Prozess. Für Schweda war Goliath der erste Bär. Seine Motivation erklärt er so: „Ich arbeite gern mit Tierschutzorganisationen zusammen, wenn sie sinnvollen Tierschutz betreiben. Bären sind zudem hochinteressante Tiere und es reizt mich, leidenden Kreaturen zu helfen.“ Doch nicht nur für den engagierten Tierarzt war Goliath der erste Bär. Es ist nicht bekannt, dass bisher überhaupt ein Bär weltweit mit Gold behandelt wurde. Während der knapp einstündigen OP wurden dem Bären über 10 Einstichkanäle 12 g Gold implantiert. Goliath wird weiterhin Arthrose haben, aber seine Schmerzen werden künftig durch den Einsatz „Medikament Gold“ kaum spürbar sein. Die Kosten für die Operation und die Goldimplantate wurden von einem Bärenfreund übernommen. Die Mitarbeiter des Alternativen Bärenparks in Worbis sind zuversichtlich, dass Unterstützer aus ganz Deutschland für die weitere Versorgung und medizinische Betreuung von Goliath und den anderen geretteten Bären aufkommen werden. |

